Wie Sie Myfactory Cloud ERP und Shopify so verbinden, dass Aufträge, Bestände, Preise und Retouren ohne Medienbrüche laufen.
Myfactory und Shopify passen gut zueinander – wenn sie richtig verbunden sind. Myfactory bringt das kaufmännische Rückgrat (Auftrag, Lager, Finanzen, Reporting), Shopify den Storefront, den Checkout und ein ausgereiftes App-Ökosystem. Dazwischen liegt eine Integrationsebene, die in der Praxis über Erfolg oder Scheitern entscheidet. Dieser Guide geht die wichtigsten Aspekte systematisch durch.
Drei Muster kommen vor:
Führendes System ist in 95 % der Fälle Myfactory (inkl. SKUs, Mengeneinheiten, Gewicht, Zolltarifnummer). Shopify empfängt. Kritisch: Shopify-Produktoptionen (Varianten-Handling) sauber aus Myfactory-Strukturdaten ableiten. Wer „Shopify first“ denkt, hat später doppelte Stammdaten-Pflege und Datenchaos.
Pro Lagerort eigene Mengen. Verfügbare Menge = Bestand − reservierte Aufträge. Push in Shopify bei jeder Änderung. Für Multi-Location-Shops: ein Myfactory-Lagerort pro Shopify-Standort. Reserve-Puffer für Verkaufsspitzen konfigurieren (typisch 2–5 %).
Myfactory-Preisliste → Shopify-Catalog. Für B2B mehrere Catalogs, Mapping über Kundentyp. Staffelpreise über Shopify-Quantity-Rules. Zoll-/Steuerlogik: Myfactory als Wahrheit, Shopify zeigt Brutto oder Netto je nach Kundentyp.
Bei Bezahlung: Shopify-Webhook → Middleware → Myfactory-Auftrag. Kritisch: SKU-Mapping, Zahlungsart-Mapping (PayPal, Klarna, SEPA), Steuerschlüssel, Versandkosten, Rabatt-Positionen. Jedes fehlende Mapping führt zu manuellem Nacharbeiten.
Bei Lieferung: Tracking-Nummer, Versanddienstleister → Shopify-Fulfillment. Teil-Lieferungen als Split-Fulfillment. Bei Gutschriften: refund in Shopify anlegen oder Order-Edit. Die Kommunikation mit Kunden basiert auf diesem Rückfluss.
Der fehleranfälligste Prozess. Retoure im Shopify-Portal oder RMA-Tool → Rücksende-Label → Wareneingang in Myfactory → Gutschrift → Rückzahlung in Shopify. Ein strukturierter RMA-Prozess (Arcana Returns) mit klaren Status-Übergängen spart pro Retoure 5–10 Minuten.
Shopify-Customer ↔ Myfactory-Debitor. Neukunde → neuer Debitor, Bestandskunde → mapping per E-Mail oder externer ID. Für B2B: Kreditlimit aus Myfactory in Shopify spiegeln und Zahlungsarten entsprechend freigeben/sperren.
So sieht eine saubere Transaktion aus:
Jeder dieser Schritte kann schiefgehen – deshalb braucht es ein Monitoring mit Dead-Letter-Queue und automatischen Retries.
Eine Integration ohne Monitoring ist eine Zeitbombe. Minimum-Setup:
Der ArcanaAI Ecommerce Hub liefert genau dieses Monitoring out-of-the-box.
Für einen B2C-Shop mit 500 Bestellungen/Monat rechnet sich eine saubere Integration in 6–9 Monaten gegenüber manuellem Nacharbeiten. Bei 5.000 Bestellungen/Monat reden wir über 1–2 Monate Break-Even, allein durch eingesparte Sachbearbeiter-Zeit.
Fazit: Myfactory ↔ Shopify ist keine „Plug-and-Play“-Standardaufgabe. Wer sich Zeit für Architektur, Mapping und Monitoring nimmt, spart nach dem Go-Live dauerhaft.
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